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WALDGEFLÜSTER

Es tut sich was im Wald. Neue Waldbewohner ziehen ein.

27.06.2017
Der Herbst zieht ins Land. Die Tage werden kürzer und kühler. Für mich wird es langsam höchste Zeit mir ein warmes Nest zu bauen. Eine schützende Höhle zu finden. Einen behaglichen Unterschlupf. Mir Nahrung zu suchen, um gut über den Winter zu kommen.

Ich höre Geräusche. Ungewohnt hier mitten im Wald. Ich lausche. Ich fürchte mich ein bisschen. Mein Stachelkleid richtet sich auf. Und dennoch bin ich neugierig. Erst halte ich inne. Dann schleiche ich durchs Dickicht. Ich will wissen, was hier los ist. Ich treffe auf die anderen Tiere des Waldes. Verborgen im Gebüsch, blicken wir gebannt auf das ungewöhnliche Geschehen. Atemlos. Gespannt. Argwöhnisch.

Menschen.


„Was geht hier vor?“
„Was wollen die Menschen hier?“
„Lasst uns besser verschwinden.“
Die Wochen vergehen.
Zufrieden ziehe ich mich nun zurück. Und schlafe.
Die Tage werden kürzer und kühler.
Zufrieden ziehe ich mich nun zurück. Und schlafe. Die Tage werden kürzer und kühler. Der Herbst zieht ins Land.
Die Wochen vergehen. Der Winter steht vor der Tür. Ich habe mein Winterquartier gefunden. Das Treiben der Menschen im Wald lässt mich jedoch noch nicht zur Ruhe kommen. Schwer beschäftigt sind sie. Sie bauen. Wie wir Tiere auch. Vielleicht ebenfalls ein Nest für den Winter? Möglich. Zumindest eine gute Erklärung. Neue Waldbewohner. Warum nicht? Zufrieden ziehe ich mich nun zurück. Und schlafe.

„Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es.“

(Robert Walser)
Langsam erwache ich. Ich tue es der Natur gleich, nach dem langen Winter. Es wird Frühling. Es wird wärmer. Ich krieche aus meinem Versteck. Recke und strecke mich. Dann horche ich in den Wald. Es tut sich was. Ganz leise laufe ich zum Gebüsch. Die anderen Tiere des Waldes sind auch schon da. Flüstern. Schwatzen. Beobachten die Menschen, die immer noch da sind.
„Die Menschen bauen hier ein großes Haus, doch sie sind freundlich zu uns.“

„Sie wollen andere Menschen in unseren Wald einladen und ihnen zeigen, wie gut die Natur uns allen tut.“

Nachdenklich wiege ich den Kopf. Überlege. Wäge ab. Und komme zum Schluss: Das ist gut. Das ist doch etwas, das wir Tiere des Waldes uns wünschen können. Dass die Menschen lernen, wie wohltuend der Wald ist. Wie man respektvoll mit ihm umgehen kann. Und wie wir alle nebeneinander leben können. Ohne uns gegenseitig zu stören.
Neugierig werfe ich noch einen letzten Blick auf die Menschen. Wie sie fleißig an ihrem Nestbau arbeiten. Jetzt kann ich beruhigt wieder meiner Wege gehen.

WALDGEFLÜSTER.

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